Schule Im Birch

Steckbrief

Bildungseinrichtung Schule im Birch
Adresse Margit-Rainer-Straße 5
8050 Zürich/Oerlikon
Schweiz
Bildungsform Kindergarten, Primar- und Sekundarschule, Hort
Träger / Bauherr Stadt Zürich
Architektur / Gestaltung Peter Märkli, Architekt Zürich mit Gody Kühnis, Trübbach
Anzahl der Nutzer/innen 780
Alter der Nutzer/innen Primar (5-12 Jahre)
Sek I + II (10-20 Jahre)
Pädagogenzahl 70
Pädagogendetails 60 Schule, 10 Hort
Anzahl weiterer Mitarbeiter 3
Details weiterer Mitarbeiter Hausmeister
Baufertigstellung 2004
Bauzeit 2 Jahre
Planungsbeginn 2002
Bruttorauminhalt 104.946,00 m³
Gesamtnutzfläche 19.854,00 m²
Herstellungskosten 2.682,00 CHF/m²
Leitung Regina Haller
Webseiten

www.stadt-zuerich.ch

www.maerkliarchitekt.ch

Im Züricher Stadtteil Oerlikon wird seit den 1990er Jahren ein vormals industriell genutztes Areal zu einem neuen Stadtteil für ca. 5.000 Einwohnern und 12.000 Arbeitsplätze entwickelt („Zürich-Nord“). Das Schulhaus im Birch wurde 2004 am nördlichen Rand des Areals fertig gestellt; es gilt gegenwärtig als größte Schulanlage im Züricher Stadtgebiet.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

Fotograf: Gerry Stegmeier

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

Fotograf: Stefan Bayer

Fotograf: Stefan Bayer

Fotograf: Stefan Bayer

Fotograf: Stefan Bayer

Fotograf: Stefan Bayer

Fotograf: Stefan Bayer

Pädagogik

In dem für Schweizer Verhältnisse sehr großen Schulkomplex sind ein Kindergarten, eine Primar-, eine Sekundarschule sowie ein Hort untergebracht. Dort lernen ca. 600 Kinder und Jugendliche. Die Einrichtungen haben eine gemeinsame Leitung, sind aber teilautonome Organisationseinheiten innerhalb der Schulhausgemeinschaft. Die pädagogischen Zielsetzungen entwickeln die jeweiligen Pädagogenteams eigenständig, tauschen sich jedoch mit den anderen Teams darüber aus.

Die Oberstufe ist in Clustern organisiert: niveaudurchmischte Lernteams aus ca. 40 Schülerinnen und Schülern, die jeweils von zwei Lehrerinnen bzw. Lehrern betreut werden. Innerhalb eines allgemeinen Zielrahmens können die Schülerinnen und Schüler ihren Lernrhythmus selbst bestimmen. Der Stundentakt mit „Pausenglocke“ ist weitgehend aufgehoben und durch größere Zeiteinheiten ersetzt. Lerneinheiten bestehen in der Regel aus kurzen instruktiven Inputs und längeren selbstorganisierten Lernphasen. Die Lehrerinnen und Lehrer lassen die klassische „belehrende“ Rolle hinter sich und fungieren als Coachs der jeweiligen Lernteams.

Architektur

Das aus zwei kubischen Gebäudeabschnitten bestehende Ensemble ist unmittelbar am neuen Stadtteilpark gelegen. Der südliche Teil beherbergt den Kindergarten, die Sekundarschule und die Mannschaftssportklassen; im nördlichen Teil sind Primarstufe, Mensa, Singsaal und die Bibliothek untergebracht. Hier schließt auch die Dreifachsporthalle an.
Das viergeschossige Gebäude weist je nach Nutzung unterschiedliche Geschosshöhen auf. In den oberen Geschossen sind die clusterartigen Raumgruppen angeordnet, die aus jeweils zwei bis vier Klassenräumen, ein bis zwei Gruppenräumen und einem gemeinsamen Vorraum bestehen. Sie formieren eigenständige Bereiche, gewissermaßen „Kleinschulen“ innerhalb der großen Schule.
Prägendes Element der Fassadengestaltung sind regelhaft angeordnete Beton-Lisenen (leicht hervortretende vertikale Verstärkung der Wand), die bei allen Fassaden des Gebäudes – auch der Turnhalle – Verwendung finden und so die unterschiedlichen Gebäudeteile gestalterisch miteinander verbinden.