Ordrup Skole
Steckbrief
| Bildungseinrichtung | Ordrup Skole |
| Adresse | Grønnevænge 16 2920 Gentofte Dänemark |
| Bildungsform | Grundschule |
| Träger / Bauherr | Stadt Gentofte |
| Architektur / Gestaltung | Innenraumgestalter: Bosch & Fjord Architekten: CEBRA arkitekter, Søren Lund |
| Anzahl der Nutzer/innen | 700 |
| Alter der Nutzer/innen | Primar (5-12 Jahre) |
| Pädagogenzahl | 73 |
| Pädagogendetails | 50 Lehrer 23 Pädagogen |
| Anzahl weiterer Mitarbeiter | 5 |
| Details weiterer Mitarbeiter | 3 Manager, 2 Verwaltungsangestellte |
| Baufertigstellung | 2006 |
| Bauzeit | 12 Monate |
| Herstellungskosten | 13.500.000,00 € |
| Details Herstellungskosten | inkl. Einrichtungskosten und Kosten für die Außenanlagen |
| Leitung | Jan Hansen |
| Webseiten |
Schule: www.ordrupskole.dk Innenraumgestalter: www.bosch-fjord.com Architekten: www.cebra.info, www.srlarkirekter.dk |
Die Ordrup Skole liegt in der dänischen Stadt Gentofte, nördlich von Kopenhagen. Das Stadtgebiet gehört zur Hauptstadtregion; der Schulstandort liegt inmitten eines Quartiers, das eher zu den bevorzugten Wohngegenden der Stadt zählt. Mit dem nahe gelegenen Gymnasium und der neuen Stadtteilbibliothek hat sich dort ein Ensemble verschiedener Bil-dungseinrichtungen entwickelt.
Die Stadtverwaltung hat sich vor mehr als zehn Jahren (1998) für eine grundlegende Erneu-erung ihrer Bildungsinfrastruktur entschieden. In diesem Zusammenhang sollten zunächst zehn ausgewählte Schulen umgebaut bzw. erweitert werden; eine weitere Schule wurde neu errichtet. Die Schule im Stadtbezirk Ordrup war eine der zum Umbau ausgewählten Schulen.
Pädagogik
Die Ordrup Skole ist eine Schule für ca. 700 Schüler in den Jahrgangsstufen 0 bis 9; im dänischen Schulsystem ist die Vorschulklasse (0) in die Primarstufe miteinbezogen. Der pädagogische Alltag wird in altersbezogenen Teileinheiten organisiert: die Jahrgangstufen 0-3; 4-6 und 7-9 sind daher auch in unterschiedlichen Abschnitten des Gebäudes bzw. seinen Ergänzungen untergebracht. Die Schule verfügt zurzeit über 50 Lehrer, 23 pädagogische Fachkräfte, drei Manager und zwei sonstige Verwaltungsmitarbeiter.
Der bauliche Erneuerungsprozess ging einher mit der Neuformulierung des pädagogischen Profils: Lernen ist stärker nach außen orientiert, das heißt es beginnt nicht erst hinter der (ehemaligen) Klassentür, sondern bezieht möglichst alle Räume und Orte der Schule mit ein. Fast noch wichtiger war es, mit der neuen Lernumgebung und ihren vielfältigen, z.T. kleinen Lernorten (Nischen, Sitzecken, Podeste, Röhren etc.) den Schüler und seine Lernprozesse als lernendes Individuum ansprechen zu können.
Architektur
Das aus der Gründerzeit stammende, dreigeschossige Backsteingebäude basiert auf einer u-förmigen, einhüftigen Grundform und entspricht den seinerzeit gängigen Vorstellungen eines Schulgebäudes. Der ehemalige Eingang lag von der Straße abgewandt im Inneren des dreiseitig umschlossenen Hofes.
Der Umbau des Gebäudes, der in mehreren Etappen stattfand, hatte zum Ziel, diese traditionelle Raumorganisation den Erfordernissen einer zeitgemäßen Schule anzupassen. Der Eingangsbereich wurde zur Straße hin verlegt; Klassenräume zu den Flurbereichen hin geöffnet und zusammengeschaltet; die neu geschaffenen Lernzonen mit einer auch typologisch neuen Möblierung ausgestattet; die ehemaligen Turnhallen zu Bibliothek und Werkraum / Atelier umgenutzt. Nördlich des alten Gebäudes wurde ein eigenes Gebäude für die oberen Jahrgangsstufen errichtet.
In einem weiteren Schritt wurde der Hof durch einen Ergänzungsbau geschlossen, der nun die beiden Enden des alten Backsteinbaus miteinander verbindet und zudem den Innenhof zur Hälfte überdeckt, um dort einen witterungsunabhängigen Pausenbereich zu schaffen. In diesem Erweiterungsbau sind vor allem die atypischen Räume (Cafeteria, Auditorium, Fachräume / Labors etc.) untergebracht; im 1.OG des neuen Gebäudeteils erhielt die Schule einen weiteren, zum Schulhof orientierten Eingangsbereich, der über zwei Treppen erschlossen ist.





