Hans Alfred Keller-Schule

Die Gemeinschaftsgrundschule (früher: „Deichhaus“, heute „Hans Alfred Keller-Schule“) ist zentral im Stadtteil Deichhaus der Stadt Siegburg gelegen. Im Jahr 2005 hat die Schule ihr pädagogisches Konzept neu ausgerichtet: Sie versteht sich als „Lern- und Lebenshaus“ zum originären Handlungs- und Erfahrungsraum für die Kinder in der Auseinandersetzung mit ihrer Lebensumwelt. Die Kinder sollen gestärkt werden in kognitiven und auch sozial-emotionalen Kompetenzen. Dies machte eine Umgestaltung vieler Funktionsbereiche im Schulgebäude und die völlige Neugestaltung des Außengeländes in ein naturnahes Erlebnisgelände erforderlich.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

Fotograf: Hans Alfred Keller-Schule

Pädagogik

Die Grundschule mit einem sehr vielfältigen Einzugsbereich arbeitet in der Eingangsstufe jahrgangsübergreifend und fördert durch ein selbst entwickeltes Konzept den fließenden Übergang von Kindergarten in die Schule.
Entsprechend der inklusiven Leitidee der Schule, Heterogenität als Bereicherung zu sehen, wird die Jahrgangsmischung in der Stufe 3/4 fortgeführt.

Ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit liegt auf neuen, das Selbstkonzept des Kindes fördernden Lernmethoden, die differenzierte, lehrgangsunabhängige Unterrichtsformen fördern.
In der Offenen Ganztagsschule werden zur Zeit vier Gruppen, insgesamt 110 Kinder, betreut. Offener Ganztag heißt, dass die Schülerinnen und Schüler freiwillig nutzbare Angebote zur Wahl stehen. Eine Mittagsverpflegung ist Teil des Angebotes. Die Schule ist Projektschule für "Opus-Tut Mir Gut" mit den Schwerpunkten Bewegung, Entspannung und gesunde Ernährung und wurde als erste Grundschule bundesweit ausgezeichnet.

Architektur

Die Schule ist in den Siedlungsbereich des Stadteils Deichaus integriert, verkehrsgünstig am Rande weiterer Infrastruktureinrichtungen liegend.
Die Einweihung der Schule fand am 17.6.1993 statt.
Im Februar 1994 erhielt sie den ersten Preis im Wettbewerb „Hochkarätiges Bauen“.


Steckbrief

Bildungseinrichtung Hans Alfred Keller-Schule
Adresse Chemie Faser Allee 5
53721 Siegburg
Deutschland
Bildungsform offene Ganztagsgrundschule
Träger / Bauherr Stadt Siegburg
Architektur / Gestaltung Boy-Gonne Holst, Bonn; Planungsgruppe: Stieldorf – Glatzer/Pollich/Hornschuh/Türler
Anzahl der Nutzer/innen 240
Alter der Nutzer/innen Primar (5-12 Jahre)
Pädagogenzahl 21
Pädagogendetails 15 Lehrer, 1 Sozialpädagogin, 1 Sonderpädagogin, 4 Referendare
Anzahl weiterer Mitarbeiter 12
Details weiterer Mitarbeiter 8 Personen im Team der Offenen Ganztagsschule, 1 Hausmeister, 1 Sekretärin, 2 Eineurokräfte, wechselnde Anzahl von PraktikantInnen
Baufertigstellung 1993
Bauzeit 1 Jahr, 2 Monate
Bruttorauminhalt 9.992,00 m³
Details Bruttorauminhalt Altbau und Anbau
Gesamtnutzfläche 1.528,67 m²
Herstellungskosten 200.973,76 €
Details Herstellungskosten Anbau
Einrichtungskosten 200.000,00 €
Details Einrichtungskosten gesamt
Kosten der Außenanlagen 45.000,00 €
Details Kosten der Außenanlagen Neugestaltung seit 2005
Leitung Conny Huhn
Webseiten

www.ggsdeichhaus.schulen-siegburg.de

www.hansalfredkellerschule.de

 

 


Hans Alfred Keller-Schule

Außenbereich

Das hufeisen-artige Gebäude umgibt einen intimen, gepflasterten Schulhof, der mit hölzernen Baumeinfassungen über einige Sitzmöglichkeiten verfügt. Der größere Teil des Außengeländes ist als „Erlebnislandschaft“ konzipiert – mit vielen, jeweils unterschiedlichen Stationen (Kletterinseln, Feuerstelle, Wassergarten, Fußballfeld usw.).

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Bibliothek

Bibliothek und Computerarbeitsplätze sind gemeinsam in einem Raum untergebracht. Eine mobile Wand trennt die beiden Funktionsbereiche; in der Bibliothek fungiert die Wand als Regal und Stauraum für Printmedien. Die räumliche Atmosphäre der beiden Bereiche ist unterschiedlich ausgeprägt: die Bibliothek als Leseecke mit Empore und gemütlichen Sitzmöglichkeiten zum Schmökern, der Computerbereich als rationell gestalteter Arbeitsraum.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Fachraum

Der Raum bietet besondere Lernangebote für die beiden Kernfächer Deutsch und Mathematik. Die beiden Themenbereiche sind zugleich zwei räumliche Lernbereiche, die durch ein Regalsystem voneinander getrennt sind. Mit der eingerichteten „Sprachbaustelle“ wird der Versuch unternommen, Kinder auch visuell zum Lernen zu motivieren.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Flur Essen

In einem erweiterten Bereich des Flurs sind Tische und Bänke platziert, um dort gemeinsam in kleinen Gruppen das Mittagessen einnehmen zu können. Die Einrichtung einer größeren Mensa hat sich erübrigt, weil die verschiedenen Gruppen nacheinander zum Mittagessen kommen. Der lange „Tresen“ dient als Abstellmöglichkeit und trennt den Ess- vom Verwaltungsbereich.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Flur Lernen

Lernen findet in Klassenräumen, Flurbereichen und dem großen Foyer der Schule statt. Dort sind für mehrere Gruppen Arbeitsplätze angeordnet, die durch mobile Stellwände voneinander getrennt werden. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerschaft nutzen dieses breite Angebot an unterschiedlichen räumlichen Lern- und Arbeitsmöglichkeiten. Eine Besonderheit stellt die „Lernkiste“ dar, die ursprünglich nur für einen Schüler mit Wahrnehmungsstörungen angeschafft wurde, aber nun von vielen Kindern als Ort für konzentriertes Lernen oder als Rückzugsort in Anspruch genommen wird.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Foyer Präsentieren

Das mobile Podest in der Halle schafft die Möglichkeit, Aufführungen, Präsentationen oder kleine Konzerte darzubieten. Im sonstigen Schulalltag wird es als Sitzgelegenheit oder für Proben genutzt.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Kommunikationsnischen

In einer Nische des Flurs ist durch einige große Sitzkissen und ein an der Decke befestigtes Tuch ein Bereich entstanden, der von den Kindern als Kommunikations- und Entspannungszone genutzt wird. Der Ausblick auf das Außengelände macht diesen Ort besonders attraktiv.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Lernnischen

Einige Nischen in den Flurbereichen sind als vorbereitete Lernumgebungen konzipiert und können nach Absprache mit den Lehrerinnen oder Lehrern für spielerisches Lernen genutzt werden.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Bereich des Offenen Ganztags

Die Ganztagsbetreuung findet in separaten Räumen der Schule statt und wird von einem externen Träger durchgeführt. Ein „OGS-Raum“ gliedert sich in mehrere Zonen: Der zentrale Bereich bietet viel Platz zum Spielen und Bauen; über einige Stufen gelangt man zu einem zweiten Bereich, der mit seinem Interieur bewusst an häusliche Wohnatmosphären anknüpft; ein weiterer Bereich dient als Ruheraum und wird von einigen Kindern für einen Mittagsschlaf genutzt.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Stauraum

Vor den jeweiligen Klassenräumen sind offene Regale platziert, die vom schuleigenen Schreiner angefertigt wurden und jedem Kind ein eigenes Fach für Schultasche, Fahrradhelm oder Ähnliches zur Verfügung stellen.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG


Hans Alfred Keller-Schule

Toiletten

Die Sanitärräume sind in einem partizipativen Prozess mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam renoviert bzw. neu gestaltet worden: In den Mädchentoiletten beispielsweise wurden Feen zum Leitmotiv der Gestaltung. Die in die Türblätter eingesetzten Glasscheiben ermöglichen den visuellen Kontakt zwischen Flur und Toiletten-Vorraum und beugen möglichem Vandalismus vor.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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Hans Alfred Keller-Schule

Werkhütte

Die Werkhütte im Außengelände ersetzt den klassischen Werkraum, der im vorhandenen Raumprogramm der Schule nicht mehr untergebracht werden konnte. Unter der Trägerschaft der OGS finden hier Angebote statt.

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

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