Grevelokka Skole
Steckbrief
| Bildungseinrichtung | Grevelokka Skole |
| Adresse | Ankerskogvegen 3 2317 Hamar Norwegen |
| Bildungsform | Grundschule |
| Alter der Nutzer/innen | Primar (5-12 Jahre) |
| Webseiten |
Die Grevelokka Skole ist eine traditionsreiche Primarschule im norwegischen Hamar. Nachdem das historische Schulgebäude im Zentrum der Kleinstadt den Anforderungen nicht mehr genügte, errichtete die Stadt Hamar an einem anderen Standort, zentrumsnah und an einen größeren Freibereich angrenzend, ein neues Schulgebäude. Um die Tradition der Grevelokka Schule auch am neuen Standort lebendig zu halten, finden sich im Neubau einige historische Möbel, Zeichnungen, Fotos aus dem aufgegebenen Gebäude. Das neue Gebäude wurde 2002 fertig gestellt. Nördlich angrenzend befindet sich das örtliche Schwimmzentrum.
Pädagogik
Norwegische Primarschulen umfassen die Jahrgangsstufen 1-7, unterscheiden sich daher im pädagogischen Gesamtprofil deutlich von deutschen Grundschulen mit ihrer überwiegend vierjährigen Schulzeit. Das pädagogische Konzept orientiert sich am nationalen norwegischen Curriculum, das jedoch wie in Hamar in lokalen Bildungskonzepten präzisiert wird. Die Schule arbeitet mit individuellen „study plans“, die in etwa den in Deutschland bekannten Lerntagebüchern vergleichbar sind.
Zurzeit hat die Schule ca. 170 Schüler in sieben Jahrgangsstufen, entspricht also der Größenordnung einer einzügigen Primarschule. Mehrere Jahrgangsstufen sind jeweils zu gemeinsamen Lernzonen, so genannten Clustern, zusammengefasst (Jahrgangsstufe 1-3; 4-7). Die räumliche Konzeption der Unterrichtsräume soll Lern- und Unterrichtsformen befördern, die zu einem hohen Maß an schüleraktivem Arbeiten (einzeln, in Kleingruppen) führen.
Architektur
Der überwiegend zweigeschossige Neubau besteht aus zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Baukörpern und öffnet sich in südwestlicher Richtung zum vor gelagerten Außenbereich der Schule; ein zweiter Außenbereich befindet sich an der rückwärtigen Seite des Gebäudes und geht nahezu übergangslos in das angrenzende Waldstück über. Der Haupttrakt mit seinem Entrée an der nordwestlichen Stirnseite wird von einem zweigeschossigen Foyer dominiert: Im Erdgeschoss grenzen vor allem Fachräume und der Essensbereich an, das Obergeschoss ist über eine Galerie zum Foyer geöffnet. Die Galerie fungiert gleichzeitig als Verbindung zwischen den Unterrichtsräumen im anderen Gebäudetrakt und den Lehrerräumen bzw. der Verwaltung. Über das Foyer im EG gelangt man zur Turnhalle im rückwärtigen Gebäudeabschnitt, die bis auf weiteres auch als Aula fungieren muss, obwohl sie dafür nur bedingt geeignet ist. Die ursprünglich geplante Aula ist seinerzeit aus Kostengründen nicht realisiert worden. Zur Sicherung der Barrierefreiheit wurde die Behindertentoilette im OG unmittelbar neben dem Lift am Haupteingang angeordnet.
Die Architektur des Gebäudes ist deutlich von innen heraus, aus der Organisation und der Verbindung der Räume untereinander entwickelt worden. Es ist die Sprache einer additiven, erweiterbaren, zur Aneignung auffordernden Architektur, die sich nicht als fertiges Ganzes präsentiert. Auch die offen unter der Decke geführten Installationen innerhalb des Gebäudes unterstützen diesen Eindruck.



