Grundschule Herringhausen

Die Stadt Herford hat Bildung als einen wesentlichen Faktor künftiger Stadtentwicklung erkannt und deshalb ein kommunales Programm entwickelt, das unter anderem Leitziele und Qualitätskriterien für die lokale Schullandschaft formuliert. Es soll zum einen eine neue Lernkultur ermöglicht werden, zum anderen sollen in Offenen Ganztagsschulen schulische Bildung und Jugendhilfe zusammengeführt werden. Offener Ganztag bedeutet ein zusätzliches Angebot am Nachmittag, das freiwillig genutzt werden kann und meist von externen Fachkräften durchgeführt wird.

Die Umwandlung der Grundschulen zu Offenen Ganztagsschulen wurde über Bundesmittel des "Investitionsprogramms Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) finanziert. Eine dieser Schulen ist die städtische Grundschule in Herringhausen. Bauplanung und Umbau erfolgten in enger Zusammenarbeit mit Architekten, Schule, städtischem Bauamt und Schulverwaltung.

Fotograf: Stefan Bayer

Fotograf: Stefan Bayer

Fotograf: Stefan Bayer

Fotograf: Stefan Bayer

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

Fotografin: Hanna Stefans

Fotografin: Hanna Stefans

Fotografin: Hanna Stefans

Fotografin: Hanna Stefans

Fotografin: Hanna Stefans

Fotografin: Hanna Stefans

Fotograf: Montag Stiftung Urbane Räume gAG

Pädagogik

In der zweizügigen Grundschule werden mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 rund 220 Kinder von 14 Lehrerinnen und 9 pädagogischen Mitarbeiterinnen im Rahmen des Offenen Ganztags betreut. Die Schule legt großen Wert auf teamorientiertes Arbeiten: In den acht Klassen arbeiten Lehrerinnen und Betreuerinnen am Vormittag und am Nachmittag daher eng zusammen. Darüber hinaus kann die Schule bei der Entwicklung  des Unterrichts und bei Projekten  auf ein Netz von außerschulischen Einrichtungen und Personen zurückgreifen.

Architektur

Die 1927 erbaute Schule wurde bereits im Jahr 1994 um einen Anbau erweitert; für die Einrichtung des Ganztagsbetriebs waren jedoch eine neuerliche Erweiterung und die Umstrukturierung der vorhandenen Gebäude erforderlich geworden, um zusätzliche Gruppen- und Teamräume zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurde beispielsweise die vorhandene Turnhalle aufgestockt, um zusätzliche Räume zu schaffen.
Bei der farblichen Gestaltung fand Le Corbusiers „Polychromie architecturale“ Anwendung. Bei Schülern, Lehrern, Erziehern und Eltern hat dies zu einer stärkeren Identifikation mit ihrer Schule geführt. Die Klassenräume wurden weiß gehalten. So kommen die Schülerarbeiten gut zur Geltung.
Im Jahr 2008 wurde die Schule mit dem neu geschaffenen Schulbaupreis Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.