Orestad Gymnasium

Architektur

Das äußere Erscheinungsbild der Schule – mit seinen klar ablesbaren Geschossebenen, dem rasterförmigen Fassadenaufbau und den farbigen, gläsernen Senkrechtlamellen – kontrastiert mit dem überraschend frei und großzügigen wirkenden Raumkonzept im Inneren. Vier u-förmige, zueinander verdrehte Geschossebenen bilden jeweils die Plattform für die offenen Lernzonen; mit dem Verdrehen der Geschossebenen ergeben sich mehrgeschossige Lufträume und vielfältigste Blickbeziehungen zwischen den verschiedenen Ebenen des Gebäudes. Alle Ebenen werden über eine offene, spiralförmige Treppe aus Holz miteinander verbunden: Sie ist die zentrale Passage durch das Gebäude. Der Aufgang zur Treppe kann im Bedarfsfall geschlossen werden , so dass im EG auch schulfremde Veranstaltungen durchgeführt werden können (Ausstellungen, Konzerte, Tagungen etc.).

Im Erd- bzw. im Untergeschoss sind daher die gemeinschaftlichen Bereiche der Schule untergebracht (Cafeteria, Sporthalle, Musikräume, Verwaltungsbereich), während die oberen Geschosse den unterschiedlichen Lernzonen und Unterrichtsräumen vorbehalten sind. Der dort entstandene Reichtum an Räumen, Öffnungen, Passagen, Plateaus und Nischen ist eine zumeist überzeugende, weitgehend hierarchiefreie Umsetzung jener Forderungen nach Offenheit, Transparenz und Eigenverantwortlichkeit, wie sie die neuen pädagogischen Konzepte Dänemarks kennzeichnet.

Das Außengelände der Schule konzentriert sich auf den rückwärtigen Bereich des Schulgrundstücks: als Schulhof fungiert die Dachfläche des angrenzenden Parkhauses. Die Gestaltung des Hofs ist sehr reduziert; es ist insbesondere der östliche, als Sonnendeck gestaltete Abschnitt, der von den Schülern bevorzugt genutzt wird.